eigenkapitalrendite erklärung

Eigenkapitalrendite

Die Eigenkapitalrendite (auch “Eigenkapitalrentabilität” genannt) gibt das Verhältnis zwischen Nettogewinn und investiertem Eigenkapital eines Unternehmens an. 

eigenkapitalrendite formel

Eigenkapitalrendite = (Nettogewinn / Eigenkapital) x 100

Beispiel 1:
Ein Handelsunternehmen erwirtschaftet einen Gewinn von 100.000 Euro und es wurden 500.000 Euro dafür investiert. Die Eigenkapitalrendite beträgt exakt 20%.

(100.000 € Gewinn / 500.000 € Eigenkapital) x 100
= 20% Eigenkapitalrendite

Beispiel 2:
Du kaufst eine alte Immobilie und lässt sie renovieren. Die Gesamtinvestition beträgt 500.000 Euro, wobei du nur 50.000 Euro an Eigenkapital aufbringst. Der Rest wird von einer Bank finanziert.

Die Immobilie wird für 800.000 Euro verkauft (lassen wir mal Steuern und sonstige Nebenkosten aus dem Spiel). Dein Gewinn beträgt 300.000 Euro.

(300.000 € Gewinn / 50.000 € Eigenkapital) x 100
= 600% Eigenkapitalrendite

Beispiel 3:
Am Flohmarkt entdeckst du ein Paar Schuhe, das noch so gut wie neu ist. Du bietest dem Verkäufer 30 Euro dafür. Er willigt ein. Du zögerst nicht lange, machst ein paar Bilder von den Schuhen und stellst diese ins Internet zu einem Verkaufspreis von 80 Euro.

Ein paar Stunden später sind sie erfolgreich verkauft.

(50 € Gewinn / 30 € Eigenkapital) x 100
= 166,67% Eigenkapitalrendite

Wofür braucht man die Eigenkapitalrendite?

Die Eigenkapitalrendite ist eine wichtige Kennzahl für Investoren aller Art. Sie gibt an, wie gut ein Unternehmen mit seinem eigens eingesetzten Kapital wirtschaften kann.

Je höher die Eigenkapitalrendite eines Unternehmens ist, desto mehr Gewinn konnte das Unternehmen aus seinem ursprünglich investiertem Kapital schlagen.

Eine extrem hohe Eigenkapitalrentabilität kann – wie im Beispiel mit Immobilien oben gezeigt – darauf hindeuten, dass die Gesamtinvestition mithilfe von Fremdkapital “gehebelt” wurde.

Der eigene Gewinn kann dadurch drastisch steigen, allerdings darf nicht vergessen werden, dass die Aufnahme von Fremdkapital auch immer ein zusätzliches Risiko birgt.

Wie hoch sollte die Eigenkapitalrendite eines Unternehmens sein?

Grundsätzlich gilt: Je höher, desto besser. Allerdings nur, wenn das Unternehmen auch eine niedrige Fremdkapitalquote (= Verhältnis von Fremd- zu Eigenkapital) vorweisen kann.

Ein absolut gültiger Wert, welcher für alle Unternehmen in Frage kommt, kann bei der Eigenkapitalrentabilität nicht angegeben werden.

Generell solltest du diese Kennzahl nicht als einzigen ausschlaggebenden Punkt für eine Investition ansehen. Ein Blick hinter die Kulissen ist in jedem Fall immer empfehlenswert. Nur so können Investments und Risiken richtig bewertet werden.

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