in kryptowährungen investieren

Welche Vor- und Nachteile bringt das Investieren in Kryptowährungen?

Bitcoin, Ethereum, Dogecoin, Litecoin. Diese Namen sind dir wahrscheinlich ein Begriff. Es handelt sich dabei um bekannte Kryptowährungen, die sich in den letzten Jahren zu einem heißen Markt für Verbraucher und Investoren entwickelt haben.

Und obwohl Kryptowährungen umstrittene Finanzprodukte sind, werden sie sogar von internationalen Großkonzernen wie Mastercard oder Tesla unterstützt. Was hat es nun genau mit virtuellen Währungen auf sich und welche Kryptowährung ist eigentlich die beste zum Investieren? 

Bevor wir uns hier aber mit dem Thema etwas genauer auseinandersetzen noch ein kurzer Disclaimer

Wie möchten mit diesem Beitrag Wissen vermitteln. Unsere Mission ist es, detailliert recherchierte Informationen zu diversen Finanzthemen verständlich aufbereitet zur Verfügung zu stellen. 

Demnach dient dieser Artikel reinen Informationszwecken und ist keineswegs als Anlageberatung oder Kaufempfehlung zu verstehen. Alle Entscheidungen über persönliche Investitionen liegen bei dir. 

Da das nun geklärt ist, hier die wichtigsten Vorteile und Nachteile von Kryptowährungen auf einen Blick: 

Vorteil Nachteile 
Hohes RenditepotenzialÄußerst volatiler Markt
Unabhängigkeit von einer zentralen BehördeKeine staatliche Regulierung
Hohe Zugänglichkeit und LiquiditätKompliziert und schwer zu verstehen 
InflationsresistentTransaktionen sind unumkehrbar
Anonymität und Transparenz der NutzerBegrenzte Nutzung

Welche Eigenschaften haben Kryptowährungen? 

Eine Kryptowährung ist eine virtuelle Währung, die wie Bargeld eine Quelle der Kaufkraft ist. Digitale Währungen sind zwar eine Form von Geld, existieren aber ausschließlich online. 

Generell werden Kryptowährungen weniger als Zahlungsmittel, sondern eher als Investitionsmöglichkeit gesehen. Genauso wie andere Anlagewerte kann man diese mit dem Ziel einer finanziellen Rendite kaufen. 

Wie der Name schon sagt, beruhen sie auf Encryption, einer Technologie der Verschlüsselung. Diese verschlüsselt Informationen über die Verwendung der Währung in Transaktionen, um sie sicher zu halten. 

Im Gegensatz zu den meisten anderen Währungen sind Kryptowährungen dezentralisiert, das heißt, sie werden nicht von einer zentralen Behörde wie etwa der Regierung eines Landes ausgegeben, unterstützt oder reguliert. 

Einheiten von Kryptowährungen, die als Coins oder Tokens bekannt sind, werden digital durch einen Validierungsprozess erstellt, der sich auf die Blockchain stützt. 

Diese leistungsstarke Technologie wird in einer Vielzahl von Prozessen eingesetzt, nicht nur für Kryptowährungen. 

Die Blockchain, die auch als Distributed-Ledger-Technologie bekannt ist, erstellt eine sichere, verschlüsselte Aufzeichnung des Wertes jeder virtuellen Münze und der damit verbundenen Transaktionen. 

Diese Aufzeichnungen werden über das Netzwerk von Parteien oder Computern, die auf die Blockchain zugreifen, verteilt und verknüpft. 

Das bedeutet, dass theoretisch jeder, der eine Internetverbindung hat, auf die Blockchain zugreifen kann. 

Da das System vor allem im Hinblick auf Sicherheit, Transparenz, Geschwindigkeit und Genauigkeit entwickelt wurde, gilt es als sicher. Anstatt in ein zentrales Netzwerk einzubrechen, müssten Hacker nämlich Millionen von Computern knacken.

Aber auch wenn das System von Kryptowährungen als sicher gilt, sind digitale Währungen nicht vor Hacking-Angriffen gefeit. 

Die bekanntesten Kryptowährungen

Bitcoin war nicht nur ein Trendsetter, der eine Welle von Kryptowährungen einleitete, die auf einem dezentralen Peer-to-Peer-Netzwerk basieren, sondern wird umgangssprachlich mittlerweile oft stellvertretend für alle Kryptowährungen erwähnt. 

Dabei werden tausende andere Kryptowährungen oft etwas stiefmütterlich behandelt oder geraten in Vergessenheit. 

Ethereum 

Die erste Bitcoin-Alternative auf unserer Liste ist Ethereum. Hierbei handelt es sich um eine dezentrale Plattform. Sie ermöglicht es, Smart Contracts ohne Ausfallzeiten, Betrug, Kontrolle oder Einmischung von Dritten zu erstellen und auszuführen. 

Das Ziel von Ethereum ist es, eine dezentralisierte Reihe von Finanzprodukten zu schaffen, auf die jeder auf der Welt unabhängig von Nationalität, ethnischer Zugehörigkeit oder Glauben frei zugreifen kann. 

Tether 

Tether war einer der ersten und beliebtesten einer Gruppe sogenannter Stablecoins. Das sind Kryptowährungen, die darauf abzielen, ihren Marktwert an eine Währung oder einen anderen externen Referenzpunkt zu binden, um die Volatilität zu verringern. Das soll vor allem etwas vorsichtigere Nutzer anlocken. 

Der Preis von Tether ist direkt an den Kurs des US-Dollars gebunden. Das System ermöglicht es den Nutzern, Überweisungen von anderen Kryptowährungen zurück in den US-Dollar einfacher und zeitnaher durchzuführen als die Umrechnung in eine normale Währung. 

Dogecoin 

Dogecoin ist ein gutes Beispiel dafür, dass im Prinzip jeder eine Kryptowährung ins Leben rufen kann. Sie wurde 2013 von zwei Software-Ingenieuren entwickelt. Berichten zufolge erschufen sie die Spaß-Kryptowährung als Scherz und als Kommentar zu den wilden Spekulationen auf dem Kryptowährungsmarkt. 

Die Münze, die ein Bild eines Shiba Inu als Avatar verwendet, wurde einst von dem Großunternehmer Elon Musk favorisiert. 

Diese unüberlegten Handlungen führten allerdings nach einem raketenartigen Anstieg des Kurses zu hohen Verlusten für viele leichtgläubige Investoren. 

Litecoin 

Litecoin ist eine Kryptowährung, die 2011 aus einer Abspaltung der Bitcoin-Blockchain entstand.

Daher weist sie ähnliche Merkmale wie Bitcoin auf, hat aber einen anderen Algorithmus. Das Ziel der Kryptowährung ist es, ein Medium für tägliche Transaktionen zu werden. 

Litecoin hat im Vergleich zu Bitcoin eine schnellere Transaktionsverarbeitungszeit und verwendet eine andere Verschlüsselungsmethode, um Miner in Unternehmensgröße davon abzuhalten, die Kontrolle über den Mining-Prozess zu erlangen. 

Es gibt tausende weitere Kryptowährungen, wobei nicht alle davon wertvoll und aktiv sind. Manche dieser werden als “tot” bezeichnet und sind somit für Investoren absolut nichtssagend.

Die meisten Kryptowährungen sind heute in der einen oder anderen Form von Bitcoin abgeleitet, das einen offenen Quellcode und eine zensurresistente Architektur verwendet. 

Das bedeutet, dass jeder den Code kopieren und verändern und seine eigene neue Münze erschaffen kann. Deswegen findet man auch so viele verschiedene virtuelle Währungen auf dem Markt. 

Alle Vorteile von Kryptowährungen auf einen Blick 

Kryptowährungen sind zwar eine relativ junge Erfindung (Bitcoin z.B. wurde 2009 eingeführt), aber sie sind dank einiger Vorteile auf dem Vormarsch. 

  1. Hohes Risiko – dafür Potenzial für hohe Renditen

Auch wenn jede der tausenden Kryptowährungen auf dem Markt ihre Besonderheiten hat, haben sie doch alle etwas gemeinsam. Die Neigung zu plötzlichen Wertsteigerungen und -einbrüchen. 

Die relativ geringe Größe der Kryptomärkte macht sie anfälliger für Preisschwankungen. Die rege Dynamik kann Fluch und Segen sein. Sie kann zu saftigen Renditen führen, aber auch große Verluste bedeuten. 

Der Preis von Ethereum zum Beispiel hat sich von Juli 2021 bis Dezember 2021 ungefähr verdoppelt. Das nennen wir mal einen wahren Zahltag für Anleger, die zum richtigen Zeitpunkt eingestiegen sind. 

  1. Die Blockchain-Technologie ist äußerst sicher 

Einer der größten Vorteile von Kryptowährungen ist mit deren Infrastruktur verbunden, genauer gesagt mit dem dezentralisierten Datenspeicher. 

Einmal in die Blockchain eingetragen, kann sie nie wieder gelöscht werden. Und da die Blockchain dezentral auf mehreren Computern gespeichert ist, kann kein Hacker mit einem Schlag auf die gesamte Kette zugreifen. 

  1. Krypto-Handel rund um die Uhr 

Kryptomärkte sind immer geöffnet. Du musst dich also nicht an Börsenöffnungszeiten oder Ähnliches halten, um Transaktionen mit Kryptowährungen durchzuführen. 

Für Anleger, die viel unterwegs sind, könnte Krypto also die beste Möglichkeit sein, außerhalb der normalen Arbeitszeiten Renditen zu erzielen.

  1. Kryptowährungen als Hilfe gegen die Inflation 

Kryptowährungen sind nicht an eine einzige Währung oder Wirtschaft gebunden, so dass ihr Preis eher die globale Nachfrage widerspiegelt als etwa die nationale Inflation. 

Und was ist mit der Inflation der Kryptowährungen selbst? 

Hier kannst du weitestgehend beruhigt sein. Die Anzahl der Coins ist begrenzt, so dass die verfügbare Menge nicht außer Kontrolle geraten kann. Dieser Ansatz hält die Inflation in Schach. 

Und hier die Nachteile von Kryptowährungen

So ziemlich alles im Leben kommt mit Vor- und Nachteilen, so auch Kryptowährungen. Werfen wir also einen kleinen Blick auf die Nachteile von Kryptowährung. Solange du diese kennst und im Hinterkopf behältst, spricht nichts gegen die Investition in virtuelle Währungen.  

  1. Das Verständnis von Kryptowährungen erfordert Zeit und Mühe 

Es kann durchaus eine Weile dauern, bis man sich mit Kryptowährungen vertraut gemacht hat. Das Konzept solcher Währungen bzw. das der Blockchain ist alles andere als leicht verständlich. 

Und der Versuch, in etwas zu investieren, das man nicht wirklich versteht, ist selbst ein Risiko.

  1. Sie sind extrem volatil 

Während der Preis einer Kryptowährung schwindelerregende Höhen erreichen kann (mit entsprechenden Vorteilen für die Anleger), kann er ebenso schnell auf erschreckende Tiefststände abstürzen. 

Der Markt für Kryptowährungen lebt grundsätzlich von der Spekulation und seine relativ geringe Größe macht ihn anfälliger für Preisschwankungen. Das wiederum kann den Wert der Coins stark beeinträchtigen. 

Wenn du auf der Suche nach stabilen Renditen bist, ist Krypto definitiv nicht die beste Wahl. 

  1. Probleme mit der Skalierbarkeit 

Man könnte meinen, dass digitale Währungen blitzschnell funktionieren. Das tun sie auch, bis zu einem gewissen Grad. 

Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass Investoren über stundenlanges Transferieren klagen. Das kann schnell zu einer frustrierenden Erfahrung werden. Ganz zu schweigen von den möglichen finanziellen Verlusten, die dadurch entstehen können.

Die Anbieter von Kryptowährungen selbst räumen ein, dass dies ein Problem ist. Deswegen setzen manche Währungen bereits auf eine Off-Chain-Skalierung. Quasi eine zusätzliche Ebene, die über die Blockchain gespannt schnellere Transaktionen ermöglichen soll. 

  1. Kryptowährungen haben sich noch nicht als langfristige Investition bewährt 

Obwohl Kryptowährungen inzwischen weithin bekannt sind, sollte man nicht vergessen, dass es sich dabei um eine sehr junge Anlageform handelt. 

Im Gegensatz dazu können die Aktienmärkte auf eine jahrhundertelange Geschichte zurückblicken. Die Londoner Börse zum Beispiel wurde 1801 gegründet. Gold ist seit Jahrtausenden ein bewährtes Finanzmittel. 

Aber Kryptowährungen? Niemand weiß wirklich, was mit Kryptowährungen in Zukunft passieren wird. Der Krypto-Crash von 2022 ist ein Beispiel dafür, wie unberechenbar der Markt für virtuelle Währungen ist.

Es gehört Mut dazu, sich als Anleger in so unbekannte Gewässer zu begeben.

Tipps für Investments in Kryptowährungen

Das Investieren in Kryptowährungen gilt als hochspekulativ und schwankungsanfällig. Deswegen schrecken auch viele davor zurück, ohne sich überhaupt detailliert mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben. Hier findest du deswegen ein paar Pro-Tipps: 

  • Bedenke, dass jeder eine Kryptowährung auf den Markt bringen kann und dass die Regulierung der Kryptowährungen sehr eigen ist. Daher ist es wichtig, mögliche Investitionen gründlich zu prüfen, um Betrug zu vermeiden. 
  • Kryptowährungen sind zwar eine leistungsstarke, langfristige Investitionsmöglichkeit, trotzdem ist es ratsam, vorsichtig zu sein und sich über seine Absichten und Erwartungen im Klaren zu sein. 

Bei Investitionen ist es von entscheidender Bedeutung, eine langfristige Perspektive einzunehmen. Dies gilt insbesondere für Vermögenswerte, die sich wie Kryptowährungen schnell nach oben oder unten bewegen können. 

  • Bei Investitionen in stark schwankende Vermögenswerte kann man leicht den Fehler machen, emotional getriebene Entscheidungen zu treffen. 

Aus Angst etwas zu verpassen oder hohe Verluste einzuräumen, werden manchmal willkürliche und undurchdachte Transaktionen durchgeführt. Deswegen ist es wichtig, eine gute Anlagestrategie zu verfolgen.

  • Wie viel deines Vermögens du in Krypto investieren möchtest, hängt von deiner Risikotoleranz und deinem Anlageportfolio ab. 

Merke dir folgende Faustregel: Investiere nie mehr, als du dir leisten könntest zu verlieren. 

  • In diesem Sinne ist die Diversifizierung innerhalb der Kryptowährungen ein weiterer Aspekt, den es zu berücksichtigen gilt. Während der gesamte Kryptomarkt zu extremer Volatilität neigt, besteht bei den größeren, liquideren Kryptowährungen potenziell ein geringeres Risiko als bei den spekulativeren mit geringerer Marktkapitalisierung. 

Schlussgedanken 

Digitale Währungen können eine risikoreiche Investition sein, weshalb sie mit Vorsicht zu genießen sind. Sie können volatil sein, sie sind weitgehend unreguliert und es gibt viele Unbekannte darüber, wie sich diese Form der Währung in Zukunft entwickeln wird. 

Ob das Investieren in Krypto nun für dich geeignet ist, hängt vor allem von deinem Verständnis über die Materie und deiner Risikotoleranz ab. In jedem Fall kann ein gut diversifiziertes Portfolio Sicherheit beim Einstieg in die Welt der virtuellen Währungen geben. 

Bitte bedenke, dass es sich bei diesem Artikel (und allen anderen Inhalten dieser Website) nicht um Anlageberatung oder -empfehlung handelt. Beachte hierzu auch unseren Haftungsausschluss.

Teilen

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert